
Still und unscheinbar liegt zwischen Honduras, Nicaragua und dem Pazifischen Ozean das kleinste Land Zentralamerikas, El Salvador. Das Land ist vielen Menschen kaum bekannt, obwohl es trotz seiner geringen Ausmaße über einen großen Reichtum an Kultur, Arten und Schönheiten des Landes verfügt.
San Salvador, die Hauptstadt
Die Hauptstadt des Landes ist San Salvador und liegt am Fuße eines Vulkans, der denselben Namen trägt. Die Stadt wurde mehrmals von Erdbeben in Mitleidenschaft gezogen und bei dem verheerenden Beben im Jahre 1854 beinahe vollständig zerstört. Heute noch beherbergt die Stadt viele historische Gebäude, welche an die spanische Herrschaft vergangener Tage erinnern. Zu den prächtigsten dieser Bauwerke spanischer Baukunst zählt die Rosario-Kirche. In ihr liegen die sterblichen Überreste von José Matias, der im Jahr 1811 zum Aufstand gegen die spanische Krone rief und dadurch zum Nationalhelden von El Salvador wurde.
Eine weitere Sehenswürdigkeit in San Salvador ist, weniger des Gebäudes wegen, dafür umso mehr wegen seines Inhaltes, das Nationalmuseum mit seinem sorgfältig gehüteten Schätzen. Der Ort ist Ausgangspunkt für Freunde präkolumbianischer Kulturen. Auch auf dem Gebiet des heutigen El Salvador gab es bereits vor der Kolonialisierung Hochkulturen, wie noch heute die Spuren der Maya belegen. Viele der historischen Funde aus dieser Zeit sind im Nationalmuseum ausgestellt. Aber auch Relikte der spanischen Kolonialherrschaft können hier aus nächster Nähe betrachtet werden.
Geschichte vergangener Hochkulturen
Während die Ausstellungsstücke stumme Zeugen vergangener Zeiten sind, spiegelt sich in den Ritualen der Bevölkerung das traditionelle Verhalten vergangener Zeiten bis in die Gegenwart wider. Trotz Christianisierung pflegen die Indios des Landes die Brauchtümer der längst vergangenen Hochkulturen. Beinahe eine Reise in die Vergangenheit scheint einem beim Anblick der Lebensweise der Indios zu widerfahren. Entsprechend ihrer Vorfahren bestellen sie auch heute noch ihre Äcker und Felder selbst und leben, ebenso wie ihre Vorfahren, in einfachen Hütten, welche sie aus getrockneten Palmenblätter errichten. Auch ihre Bekleidung wird nach den Vorbildern der Vergangenheit angefertigt und getragen. Ein wenig Veränderung gab es in ihrem Glauben, hat sich zu ihrer traditionellen Religion auch die christliche Religion hinzugemischt.
Viel zu sehen: San Salvador, Balboa Park und indianische Dörfer
San Salvador bietet neben ihren historischen Gebäuden und Museen auch Gelegenheiten für Ruhe und Erholung. Darunter zählt der botanische Garten am Rande der Hauptstadt. Unter Kennern gilt der Garten als ein Juwel. Die tropische Vegetation im Krater eines erloschenen Vulkans bringt viele verschiedene Arten von Pflanzen hervor. Bei einem gemütlichen und erholsamen Spaziergang kann man hier neben vielen exotischen Pflanzen und farbenprächtigen Orchideen auch imposante tropische Bäume bewundern. Ein weiterer Park nahe der Hauptstadt gelegen ist der Balboa Park, ebenfalls reich an tropischen Bäumen und exotischen Pflanzen.
Etwas Abkühlung bekommt man im Nationalpark Los Chorros. Neben der üppigen Vegetation gibt es dort auch einen wunderschönen Wasserfall.
In El Salvador kann man nicht nur das Handwerk vergangener Hochkulturen bewundern. Die Indios betreiben nach wie vor Handwerk und fertigen auch kleine Kunstgegenstände an, welche man betrachten und bei Gefallen auch erwerben kann. Als idealer Ort für einen Einkauf solcher indianischer Kunsthandwerke sind indianische Dörfer. Neben der Handwerkskunst kann man auch einen Blick auf die Lebensweise der indigenen Bevölkerung aus Gegenwart und Vergangenheit werfen und tief in die Tradition des Landes eintauchen.
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