Guatemala: Fernab vom Pauschaltourismus


Überschreitet man die Grenze von Mexiko nach Guatemala, verlässt man Nordamerika und betritt gleichsam Zentralamerika. Bereits im Nachbarland Mexiko lässt sich erahnen, welche üppige Vegetation Guatemala beherbergt. Der Artenreichtum an Pflanzen und Tieren ist in dem zentralamerikanischen Land jedoch keineswegs auf das tropische Klima zurückzuführen. Unterschiedliche Höhenlagen und wechselnde Klimazonen bieten vielen Arten von Pflanzen und Tieren ein Zuhause. Ein wahrer Reichtum an Leben, der sich auf einer Fläche kleiner als Dänemark abspielt.

Guatemala entdecken

Das tropische Land Guatemala zu erkunden, seinen Geheimnissen auf den Grund zu gehen und seiner traditionsverbundenen Bevölkerung bei ihren täglichen Besorgungen zu beobachten benötigt Zeit. Wer dieses Land kennenlernen möchte, sollte nur in äußerster Not zu seinem Reiseführer greifen. Ansonsten sollte er das Geschehen auf sich wirken lassen und es seinen Bewohnern nachahmen, indem er sich für das Leben in diesem Lande die nötige Zeit nimmt. Schnelllebigkeit ist hier fehl am Platz. „Lass den Dingen ihre Zeit“ oder „die Dinge einfach laufen lassen“ sind Grundregeln in diesem Land, wo trotz der Armut, der glückliche und zufriedene Mensch immer noch im Vordergrund steht.
Dieses Verhalten der heimischen Bevölkerung gilt nicht nur untereinander und Fremden gegenüber, sonder spiegelt sich auch im Verhalten gegenüber der Tier- und Pflanzenwelt wider. In den Augen der heimischen Bevölkerung hat jedes Lebewesen seine Existenzberechtigung. Das gilt selbstverständlich auch für Tiere und Pflanzen. Der Umgang der Bevölkerung mit der Natur ist in diesem Land für einen Besucher aus einem Industrieland mit vielen neuen Ansichten verbunden. Natürlich verhält es sich auch umgekehrt nicht anders und die Gewohnheiten eines Touristen in diesem Land geben der einheimischen Bevölkerung in vielen Dingen zu denken. Hier stoßen im wahrsten Sinne des Wortes Kulturen aufeinander, welche unterschiedlicher nicht sein können.

Gut vorbereitet ins Abenteuer

Eine gute Vorbereitung auf das Land hilft, unnötige Probleme zu vermeiden und sich als Gast beliebt zu machen. Das beginnt bereits bei der Tatsache, dass man sich für Gespräche mit einem Menschen die dafür gebührende Zeit nimmt. Auch der Umstand, sich in der Landessprache ein wenig zu üben wird von der einheimischen Bevölkerung positiv aufgenommen. Dass man dennoch in kurzer Zeit die spanische Sprache nicht wie seine eigene beherrscht, muss man niemanden erklären. Die Bevölkerung versteht dies und hat Verständnis für die sprachlichen Probleme. Geschätzt wird dafür der gute Wille.
Ebenfalls zurückhaltend sollte man sich beim Fotografieren Einheimischer verhalten. So sehr das Land und seine Bevölkerung auch zum Fotografieren verführt, so wenig sind die Einheimischen davon begeistert, ständig von westlichen Touristen ohne vorherige Erlaubnis abgelichtet zu werden. Um sich hier großen Ärger zu ersparen, sollte man die betreffende Person daher zunächst um Erlaubnis für ein Foto bitten.
Ebenso interessant wie die Bevölkerung des Landes ist das Land selbst. Dichter Urwald und unzählige Arten von Tieren haben hier ihr festes Zuhause. Auf einer Tour durch einen der Nationalparks kann man die Tiere aus nächster Nähe beobachten. Manche von ihnen bekommt man jedoch kaum zu sehen. Dafür machen sie sich jedoch bei Nacht lautstark bemerkbar. Aber auch unter der Erde brodelt es in Guatemala. Aktive Vulkane zeugen von heftigen Aktivitäten tief im Inneren der Erde und mit etwas Glück kann man Zeuge einer solchen Eruption werden.

IMG: PHOTOPOLITAIN – Fotolia

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